Louisen Kombi Naht

Recyceln, Upcyceln, Neuzusammensetzten…im Louisen Kombi Naht in der Dresdner Neustadt dreht sich alles ums Redesignen.  Angefangen hatte alles mit Kristina Krömer und ihrem „Laden ohne Namen“ in der Prießnitzstrasse. Eine Präsentationsplattform für ihr eigenes Label Stoffmassaker und andere junge Designer mit kleinen Kollektionsauflagen sollte es werden. Schnell avancierte es zur Begegnungsstätte und eine neue Idee entstand: Eine Art Nachbarschaftsinitiative zu gründen, wo Jung und Alt regelmäßig zusammenkommen können zum gemeinsamen Handarbeitskreis.  Im Sommer 2011 war es dann soweit:  Krömer und fünf weitere Designerinnen – Angelique Berger, Barbara Niklas, Britta Jansen, Dietling Ruge, Katinka Macuta –  eröffneten das Louisen Kombi Naht.
Zur Finanzierung der Ateliergemeinschaft (Louisen Kombi Naht e. V.) entstand dazu ein angeschlossener Verkaufsladen, in dem man die Labels der Inhaberinnen, aber auch Kollektionen vieler anderer spannender Designer erstehen kann. Bei mittlerweile 37 verschiedenen Brands, schwerpunktmäßig im Bereich Upcycling fällt die Wahl schon mal schwer. Als Material für ihre eigenen Kollektionen verwenden die Gründerinnen ausschließlich Altkleider aus Spenden oder dem eigenen Fundus, aus denen sie neue Outfits kreieren. Um seine Mode im Louisen Kombi Naht zu präsentieren und zu verkaufen konnte man bisher für 1€ am Tag sozusagen Anteileigner werden, ab August wird sich diese Regelung ändern und die Verkaufsfläche als Komissionsgeschäft angeboten (30% des Verkaufspreises gehen an das LKN).

Über den Laden gelangt man in die Atelierräume, hier arbeiten entweder die Designerinnen selbst an ihren Kollektionen oder es finden Workshops statt,  beispielswiese zum Stricken, Häckeln oder Klöppeln, sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Jeden 2. und 4. Donnerstag im Monat findet das Tu Du!-Treff  von 15h bis 19h statt, ein Treffen von und für „HandarbeitsaktivistInnen der älteren und jüngeren Generation, um die Tradition des Selbermachens  zu lehren, lernen, fort- und neuzuschreiben“. Mittwochs von 16h bis 20h und Freitags von 11h bis 14h ist Nähteezeit zu der jeder vorbeikommen kann um in „netter Atmosphäre den Tücken der Schneiderei zu begegnen“ . Für 5€ pro Stunde kann man sich in dieser Zeit einen Arbeitsplatz samt Nähmaschine, Garn und Nähutensielien mieten. Bei Nachfragen und Nähproblemchen besteht dann auch gleich die Möglichkeit Hilfe in Anspruch zu nehmen oder sich mit Anderen inspirativ auszutauschen.
Jungdesigner die gerne einen eigenen Laden oder eine ähnlich Plattform schaffen wollen, werden im Louisen Kombi Naht gerne mit guten Tipps und Ratschlägen versorgt.
Ein sehr schönes Projekt mit viel Engagement und Herzblut.
Hier gehts zur Website vom Louisen Kombi Naht.