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Zusammen mit der Modejournalistin und Gründerin der Plattform Fair-a-porter Alex Bohn habe ich für die aktuelle Ausgabe des Modemagazins Flair unter dem Titel “Feel-Good-Faktor: Modisch mit gutem Gewissen” die 10 DOS and DONT`S für den verantwortungsvollen Shoppingtrip verfasst. Hier ein kleiner Auszug aus unseren zehn Geboten (von Alex) und Verboten (von mir):

DOS/ GEBOTE:

KENNEN SIE IHRE MACHT
Als Konsument sind Sie nicht Teil einer unmündigen Masse, die nur kaufen und bezahlen darf. Im Gegenteil: Jeder Kauf unterstützt eine Marke, jede Verweigerung kostet sie Umsatz und Gewinn. Seien Sie sich dessen bewusst und setzen Sie Ihre Macht verantwortungsvoll ein.

SEIEN SIE ACHTSAM
Konventionelle Mode, deren Produktion unfair zu Mensch und Umwelt ist, tragen wir nur aus Gedankenlosigkeit unbeschwert. Sind wir aber achtsam, fallen uns die Widersprüche auf: Wünschen wir uns den Rhein als stinkende Kloake, in der giftige Abwässer herumschwimmen? Genau so sieht es nämlich in der chinesischen Provinz Zhejiang aus…

FINDEN SIE GEIZ GRAUSIG
“Aber Mode aus ethischer Produktion ist doch so teuer!”, hört man oft. Stimmt gar nicht: Vergleichen Sie Marken wie People Tree mit konventionellen – kein preislicher Unterschied. Das gilt auch fürs Luxussegment, wie man an Stella McCartney oder Honest by Bruno Pieters sieht. Es gibt also Alternativen und die kosten nicht mehr.

Die zehn Gebote beim verantwortungsvollen Modekauf

DON`TS/ VERBOTE:

SEIEN SIE NICHT ZU IMPULSIV
Wir alle kennen das: Nicht geplant und dann doch eingekauft. Leider sind solche Impulskäufe meist ein Reinfall. Durchschnittlich 60 Kleidunsstücke kaufen die Deutschen im Jahr, nur etwa die Hälfte davon wird regelmäßig getragen. Legen Sie sich lieber eine Grundausstattung an Basics und zeitlosen Klassikern an sowie saisonalen, modischen Ergänzungen.

VERZICHTEN SIE AUF BLING BLING
“Wegwerfmode” und kurzlebige Modetrends sind selten nur günstige Angebote – oft kommen Tiefpreise durch Billiglöhne und Umweltschäden zustande. Wer auf Qualität achtet, hat länger Freude mit dem Lieblingsstück. “Buy less, choose well”, sagte Mode-Ikone Vivienne Westwood schon vor vielen Jahren.

SETZEN SIE NICHT AUF GRÖSSE
Kaufen Sie nicht ausschließlich bei großen Modeketten. Unterstützen Sie stattdessen kleine lokale Läden und Labels. Sie werden von der Angebotsvielfalt überrascht sein.

SAGEN SIE “NEIN!” ZU LOCK-ANGEBOTEN
Aufforderungen wie “Kauf drei zum Preis von zwei!” führen schnell in Versuchung, stellen sich aber im Nachhinein oft als unnötig heraus. Denn diese Schnäppchen enden meist als Schrankhüter und zu guter Letzt in der Altkleidersammlung

Die zehn Verbote beim verantwortungsvollen Modekauf