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Am 24. April 2014 ist der erste Jahrestag des tragischen Unglücks in einer Textilfabrik in Bangladesch. Ein Jahr ist der Einsturz des Rana Plaza dann her, bei dem 2500 Menschen verletzt und 1133 Menschen ums Leben kamen.
Zeit für einen Call to Action: Weltweit haben sich führende Persönlichkeiten der nachhaltigen Modeindustrie zusammengeschlossen um zum Fashion Revolution Day am 24.04.2014 aufzurufen. Unter dem Motto „Who made your clothes?“ ist an diesem Tag jeder dazu eingeladen ein Kleidungsstück verkehrt herum (#insideout) zu tragen, um so symbolisch auf die Arbeiter „hinter“ einem Kleidungsstück aufmerksam zu machen.
Mit dieser Aktion soll nicht nur den Opfern gedacht werden, sondern auch die Aufmerksamkeit darauf gerichtet werden, wer eigentlich unsere Kleidung herstellt, vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Die wenigsten Bauern wissen heute wohin ihre Baumwolle geht, noch viel weniger Konsumenten wissen etwas über die Herkunft ihrer Kleidung. Woher kommt der Rohstoff? Wer hat das Kleidungsstück genäht? Wie wurde es gefärbt? Und haben die in den Produktionsprozess involvierten Menschen faire Löhne für ihre Arbeit erhalten? Der Einkauf im Laden ist lediglich der letzte Schritt einer langen Reise, die nur Möglich ist durch die Arbeit unzähliger Menschen
Am Fashion Revolution Day hat jeder die Chance seine Unterstützung zu zeigen für eine bessere Vernetzung und Transparenz in der textilen Wertschöpfungskette und die Zukunft unsere Modeindustrie.
“It represents a really exciting opportunity to reconnect fashion-lovers with the people who made their clothes”. (Carry Somer, Initiatorin des Fashion Revolution Days)

Fashion Revolution Day 2014

Die namhaften Mitbegründer und Koordinatoren dieser Idee wie Carry Somers (Fair Trade Pionierin/ Pachacuti), Orsola de Castro (Upcycling-Pionierin/ From Somewhere), Ben Ramsden (Managing Director bei Pants to Poverty), Jocelyn Whipple (Mitbegründer des Green Carpet Challenges), Sarah Ditty (Editor-in-Chief of SOURCE Intelligence/ Ethical Fashion Forum), Lucy Shea (CEO der Nachhaltigkeitsagentur Futerra), Safia Minney (CEO des Labels People Tree) stammen aus 20 verschiedenen Länder u. a. den USA, UK, Japan und Australien und erhoffen sich von diesem Tag eine globale Bewegung mit hunderttausenden von aktiven Teilnehmern.
Und Mitmachen geht so: An dem besagten Tag einfach ein Kleidungsstück verkehrt herum tragen und ein Foto davon veröffentlichen (#insideout). Oder schon vorab bei dem Label der Lieblingsklamotte Hintergrundinformationen zu den Produktionsbedingungen erfragen und die Antwort dann per Video, Tweed, Post etc, veröffentlichen.
Einzelhändler können ein Fashion Revolution Day Event veranstalten, ihre Schaufenster als Präsentationsplattform verwenden (z.Bsp mit einer Näherin die an dem Tag direkt vor Ort etwas näht), die Kleidung auf insideout drehen oder anderweitig auf die Herkunft der Ware aufmerksam machen.
Also, dann mal auf und den Termin schon mal rot im Kalender makieren!

We believe in a fashion industry which values people, the environment, creativity and profits in equal measure, and it’s everyone’s responsibility to ensure that this happens.

Hier gehts zur Website vom Fashion Revolution Day und zur Facebookpage.

Fashion Revolution Day 2014