Die textile Wertschöpfungskette ist lang. Oft hat ein Kleidungsstück schon bis zu 60 000 km zurückgelegt bis es im Laden zum Kauf angeboten wird. Auf dieser langen Reise durchläuft es viele Produktionsschritte vom Rohstoffanbau bis zum fertigen Produkt.
Als Endverbraucher ist es schwierig bis unmöglich herauszufinden, was es auf seinem Weg erlebt hat, von hohem Pestizideinsatz, über Unmengen von chemischen Behandlungen, enormen Energieverbrauch und Umweltverschmutzung bis zu menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in den Produktionsstätten.
Dieser Blog möchte zeigen, dass es auch anders geht. Er will informieren, inspirieren und zum Nachdenken  anregen sich mit den eigenen Konsumgewohnheiten auseinanderzusetzen. Denn mit der eigenen Kaufentscheidung für umwelt- und sozialverträgliche Produkte kann man etwas an den Missständen in der Bekleidungsindustrie verändern.

 

Marina Chahboune_Beyond Fashion
Marina Chahboune

Gründerin und Chefredakteurin des Blogs,

beschäftigt sich seit vielen Jahren mit dem Thema nachhaltige Mode, insbesondere mit dem Schwerpunkt Ökologie und ganzheitliche Nachhaltigkeitsansätze entlang der textilen Wertschöpfungskette. Die studierte Modedesignerin und gelernte Maßschneiderin schrieb ihre Masterarbeit im Rahmen des Studienganges „Sustainability in Fashion“ über Optimierungsmöglichkeiten in der Jeansproduktion. Neben ihrer Tätigkeit als Senior Project Manager Sustainability bei der Hessnatur Stiftung für Forschung und Entwicklung angewandter Nachhaltigkeit, arbeitet sie seit 2011 freiberuflich im Bereich CSR in beratender Funktion für und mit nachhaltiger Mode.
Weiter Blogposts von Marina findet ihr unter anderem auf Grüne Mode und Get Changed.

 

Sandy Schmidt

Gastredakteurin und Korrektorin des Blogs,

studierte Deutsche Philologie, Politikwissenschaft und Buchwissenschaft an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz und der University of Helsinki.  Seit 2007 schreibt sie regelmäßig für das Campus-Magazin STUZ (Mainz) und als freie, redaktionelle Mitarbeiterin für Literatur- und Pressebetriebe.

 

 

 

 

  • bis zu 60 000 km hat ein Kleidungsstück schon zurückgelegt, wenn es bei uns auf dem Ladentisch liegt
  • mehr als 6 kg Chemie kommen auf die Herstellung von einem Kilo Textilien
  • 7 000 textile Ausrüstungsstoffe und 4 000 verschiedene Farbstoffe kommen in der Bekleidungsindustrie zum Einsatz
  • ¼  des Gewichts eines Kleidungsstückes sind Chemikalien
  • 35€ Monatslohn erhält eine Näherin in Bangladesch
  • lediglich 0,5 bis 1% des Verkaufspreises geht als Lohn an die ArbeiterInnen
  • 6,6 min darf die Fertigung eines Sweatshirts dauern
  • oft bis zu 17 h beträgt ein Arbeitstag der NäherInnen
  • 90 % der in Deutschland verkauften Kleidungsstücke werden in Billiglohnregionen produziert
  • 11 % aller Pestizide und 24 % der Insektizide weltweit werden für den Baumwollanbau verwendet
  • 10 000 Bauern sterben jedes Jahr beim Einsatz von Pestiziden im Baumwollanbau
  • 750 000 Tonnen Altkleider landen jährlich in Deutschland in der Kleidersammlung

(Stand: 2012)